Die LuMAA ist wieder da!

 

Diesen Sommer findet zum zweiten Mal die Lucerne Masters Academy of Animation statt. Durchgeführt wird der sechswöchige 3D-Animations-Workshop von und an der HSLU in den Räumlichkeiten des Animationslehrganges. Studenten die sich mit ihrem persönlichen Showreel beworben haben und angenommen wurden, dürfen an diesem Kurs teilnehmen.

Profis aus allen Winkeln der Welt kommen nach Emmenbrücke um den wissbegierigen Studenten das Animieren beizubringen. Die Dozenten sind von renommierten Firmen wie: DreamWorks, Pixar, ILM und Weta Digital.

Aber nicht nur die Dozenten nehmen einem weiten Weg auf sich, auch Studenten aus Potsdam (DE), Viborg (Dänemark) und Baden-Württemberg (DE) gesellen sich zu den HSLU-Studenten und Alumni, um von den Meistern zu lernen.

LuMAA Programm:


Block 1: Back to the Basics

1. Woche: 31. Juli – 4. August 2017
Character Walk
Simon Christen  &  K.C. Roeyer

 

2. Woche: 7. August – 11. August 2017
Close up acting shot / lip sync
Stefan Schumacher (Showreel)

 


Block 2: Creature Animation shot

3. Woche: 14. August – 18. August 2017
Part 1: Blocking
Michael Aerni (Showreel)  &  Lukas Niklaus  (Showreel)

 

4. Woche: 21. August – 25. August 2017
Part 2: Polish
Lukas Niklaus

 


Block 3: Full Body Animation shot for Feature Animation

5. Woche: 28. August – 1. September 2017
Part 1: Blocking
Jean-Denis Haas  (Vimeo)

 

6. Woche: 4. September – 8. September 2017
Part 2: Polish
Thomas Grummt (Showreel)

 


Den Unterricht kann man sich in Etwa so vorstellen: Die Dozenten geben Inputs, danach können die Studenten das Gelernte anwenden und die Dozenten gehen währenddessen von Student zu Student um persönliches Feedback zu geben. Zwischendurch zeigen die Dozenten auch eigene Arbeiten oder Sachen, die sie inspirieren. Einmal, als ich gerade hereinspazierte, lief dieses Meisterwerk: “Lizzy — The chicken” Great ideas are everywhere.

Da es so viele unterschiedlichen Dozenten sind, ist in diesem Workshop nie ausgelernt. Es wird repetiert, vertieft und neues dazugelernt.

Nach dem Unterricht wird oft auch noch mit den Dozenten etwas unternommen. Bei schönem Wetter lassen die Studenten den Tag am Fluss ausklingen, schmeissen den Grill an oder gehen miteinander etwas Trinken. Einmal gingen sie sogar ins Kino, um mit Michael Aerni und Lukas Niklaus «War of the Planet of the Apes» zu schauen, an dem die Beiden mitgearbeitet haben. Connections werden geknüpft und das Animation Know-How wird verfeinert. Dozenten und Studenten sind auf einer Wellenlänge.

Showreels aus dem letzten Jahr

Die Studenten befinden sich momentan noch im Schlussspurt des Workshops. Wen das Endresultat aber jetzt schon wundernimmt, kann sich vom letzten Jahr zwei Showreels anschauen.

1) von Ramón Arango
Wer den Blog liest, weiss auch schon bereits um wen es sich hierbei handelt. Ramón schloss 2017 mit Proxy, den er zusammen mit Haidi Marburger und Nina Hoffmann machte, ab.

Ramon: Showreel LuMAA 2016

2) von Monika Jagodzinski
Monika schloss 2015 mit The Valley Below (Trail) ab, den sie zusammen mit Charmaine Bossert, Jonas Habermacher, Joel Hofmann, Matthias Huber und Dominic Lutz drehte.

Monika: Showreel LuMAA 2016

 

Wer noch mehr Infos möchte, kann hier auf den LuMAA Button gleich rechts oben vom Blogeintrag klicken.

Da gibt’s noch einen Videozusammenschnitt vom letzten Jahr und genauere Angaben zu den Dozenten.

– Leoni Dietrich –

Illusionen des Gehörs

Angenommen, Sie sollten einen Zahnpasta-Werbespot gestalten und dafür den berühmten Biss in den Apfel vertonen: Sie könnten natürlich in einen -hoffentlich – knackigen Apfel beißen. Sie könnten aber auch ein Stück Kreppband geschickt von der Rolle ziehen und kraftvoll abreißen – und für den Zuhörer würde das sich sogar überzeugender, „ echter“, anhören, denn die meisten Geräusche, die wir in Film und Fernsehen hören, sind Illusion.

Als Geräuschemacher und Tonkünstler synchronisiere ich seit 23 Jahren, Filme, Fernseh- und Theaterproduktionen, Trickfilme und Hörspiele.

Seit 2011 bin an der Studienrichtung Animation an der Hochschule Luzern – Design & Kunst  zu Gast und vertone die Bachelor- und Masterabschlussfilme mit Geräuschen. Im Gegensatz zur Realfilmvertonung, bei der es ja den Originalton vom Set gibt, ist dies eine besondere Herausforderung, da die Ton-Ebene komplett neu gestaltet und erarbeitet werden muss.
Dies erfordert viel Kreativität und Experimentierfreude. Bei der Tongestaltung für Animationsfilme werden vielmehr einzelne Geräusche und Klänge zusammengeführt und erforscht, um zu neuen Resultaten zu kommen. Dabei muss das Verhältnis von Arbeitsaufwand und Zeit zum Produkt stimmen. Die vielfältigen Projekte und unterschiedlichen Begegnungen mit den Studierenden sind sehr abwechslungsreich und interessant. Und wenn in einer Aufnahme-Session unvorhersehbare Sounds entstehen, die die Vorstellung toppen, ist das gemeinsame Erlebnis besonders schön und kann den Filmen nochmals einen Kick geben. Wenn Projekte allerdings nicht gut vorbereitet sind, und ich sozusagen aus einer Hand voll Mehl ein Fünf-Sterne Menü kochen soll, bei dem noch nicht mal klar ist, ob es italienisch oder chinesisch sein soll, wird es natürlich anstrengend.
Don`t worry, ich freue mich wieder auf neue Filme 2018. Diesen vielen verschiedenen Figuren, Charakteren, Atmosphären etc. sprich Filmen einen speziellen und eigenen, unverwechselbaren Sound zu geben, ist für mich eine große kreative Erfüllung. Nochmals vielen Dank an Thomas Gassmann und Christof Steinmann für die gute langjährige Zusammenarbeit.
Ich komme immer wieder gerne nach Luzern!

Heinrich-Dieter Hebben / Foley Artist / Geräuschemacher

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Philip Hunt vom Studio a.k.a. bei uns zu Besuch

Philip Hunt vom Studio a.k.a. in London war im Februar bei der Abteilung Animation in Luzern zu Gast. Philip Hunt ist Regisseur von sehr erfolgreichen Animations-Kurzfilmen, wie auch Regisseur von animierten Werbe- und Corporatefilmen. Er erzählte über den Verlauf eines Auftragsfilmes und zeigte an seinem Vortrag zahlreiche Beispiele von fertigen Filmen wie auch vom nie fertig realisierten Ideen und Vorschlägen, welche er in den letzten Jahren im Team zusammen mit den Kunden entwickelte und realisierte. Auch über die Ideenentwicklung und Zusammenarbeit mit dem Knuten konnte er viel berichten und hatte interessante Beispiele, welche er zeigte.

Die Studierenden im Abschlussjahr der Animation konnten aber noch mehr profitieren: Er schaute sich jedes Abschlussprojekt einzeln mit ihnen an und besprach es mit den Studierenden.

 

Foley Artist Dieter Hebben zu Gast

“Wer weiss eigentlich, was ein Foley Artist tut…”; Das war die Eingangsfrage der Präsentation des Geräuschemachers Dieter Hebben aus Köln. Ich fand, nicht alle Anwesenden hatten eine klare Idee des Berufes eines Foley Artists. Schon deswegen, war es sinnvoll, diesen Vortrag zu besuchen aber auch, weil es faszinierend ist, wie sich jemand ein so seltener Beruf fast selber erlernt und auch davon leben kann. Denn für einen Foley Artist gibt es keine Ausbildung. Man sucht sich einen gewillten Lehrmeister und – bei genügend Wissen, versucht man dann Aufträge als Selbstständiger zu finden. Der Foleyartist baut sich sein Repertoire während der Ausbildung auf und erweitert seine Fähigkeiten und Geräusche-gegenstände ständig. Es ist eine Kunst, die viel Feingefühl und stetige Präsenz abverlangt. Für die Arbeit des Foley Artists, also dem Vertonen von Filmen und Theaterstücken, braucht es ein enormes Spektrum an Ideen, um die Geräusche von einem Film zu imitieren. Zur Verfügung steht ihm oft nur ein Raum mit Gegenständen.

Dieter Hebben hielt letzten Freitag an der Hochschule Luzern, D&K, Animation, eine Präsentation ab über seinen faszinierenden Beruf.Im April wird er die Töne für die Abschlussprojekte der Animation aufnehmen und somit erneut bei uns in Luzern zu Gast sein.  Er arbeitet seit vielen Jahr mit unserem Sounddesigner Thomas Gassmann zusammen.

 

IMG_2006

Making Faces. Workshop mit Chris Landreth

01

 

Vier Tage arbeitete Oscar ™ Gewinner Chris Landreth mit unseren Studierenden an der Gesichtsanimation.
Sein immenses Wissen über die Gesichtsanatomie sowie sämtliche Nuancen von Emotion und Mimik lässt uns manchmal selbst das Gesicht herunterfallen. Mit fertig geriggten Gesichtern konnten sich unsere Studierenden ohne besondere Vorkenntnisse in Maya ganz auf die Thematik der Animation konzentrieren. Wir lernten einen Meister der Didaktik kennen und wollen ihn nun jedes Jahr einladen.

Zhang Xun an der HSLU

Zhang Xun war am 24. September bei uns im Departement Design&Kunst zu Gast. Eingeladen hat die Abteilung Illustration. Zhang Xun stellte die Bücher vor, welche er mit weiteren Illustratoren herausgebracht hatte. Er erzählte über seine Arbeit wie auch über die Arbeiten der vielen Illustratoren und Illustratorinnen, welche im Buch erschienen sind. Zahlreiche Studierende und auch Mitarbeitende haben an diesem Anlass teilgenommen.

 

Zhang Xun

Klaus Morschheuser an der HSLU

Gerne informieren wir über folgenden Anlass:

Donnerstag, 20. Februar 2014 von 9-10 Uhr (Raum 206/207 Baselstrasse 61b)

Gast: Klaus Morschheuser vom Studio Soi.

Klaus Morschheuser ist Teilhaber des Studios Soi. Es ist eines der führenden Animationsstudios in Europa für  den künstlerischen Animationsfilm im angewandten Bereich. Im Anschluss nimmt sich Klaus Morschheuser gerne Zeit für Fragen.

Set building supervisors and set dressing credits go to Studio Soi co-founder Klaus Morschheuser with Katja Moll.

In Hollywoodreporter oder unter imdb.com wird das Studio Soi erwähnt, welches als Setbuilding Supervisor und Set Dressing für “Room on the broom” mitgewirkt. Dieser lange Animationsfilm wurde nominiert für den Oscar 2014 in “Best Short Film” und gewann den Crystal Award in Annecy 2013!

Trolltag_04-500x328

Trolltag_02-500x328

Bilder © Studio Soi